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Viele Städte konnten vor etlichen Jahren ihre kommunalen Energieversorger gar nicht schnell genug verkaufen, zum einen, weil der Verkauf Geld in die Stadtsäckel spülte, zum anderen weil Privatisierung im Trend lag.
Auch Ingolstadt verkaufte 2001 einen Mehrheitsanteil an die MVV Mannheim.
Nun ist eine Gegenbewegung eingetreten, viele Städte kaufen ihre Stadtwerke zurück, weil sie dort wieder das alleinige Sagen haben möchten. In Ingolstadt wird ebenfalls über einen Rückkauf der Stadtwerke-Anteile diskutiert. „Wir stehen einem Rückkauf durchaus positiv gegenüber, warnen aber vor einem Schnellschuss in Unkenntnis der Fakten“, sagt der Vorsitzende der FW-Stadtratsfraktion, Peter Springl.
Vor einem Rückkauf der MVV-Anteile müssen viele Fragen geklärt werden, nicht nur die der Kosten, die auf die Stadt zukämen. Im Vordergrund steht für die Freien Wähler die Frage, ob sich für die Stadtwerke ein strategischer Nachteil ergibt, wenn sie als Einkäufer auf dem Energiemarkt alleine und ohne starken Partner agieren müssen. Springl: „Die Vor- und Nachteile eines Rückkaufs der Stadtwerke müssen sehr sorgfältig abgewogen werden, schließlich bringt die MVV ja auch Know-how mit ein, das wir uns möglicherweise erst wieder erarbeiten müssen. Der mögliche Rückkauf der Stadtwerke-Anteile muss also von vornherein ergebnisoffen geprüft werden.“
Peter Springl, Fraktionsvorsitzender
(für die FW Stadtratsfraktion)