09.02.2022
Pressemitteilung der FREIEN WÄHLER, Stadtratsfraktion - „Wir lehnen die Gendersprache ab“

  • Gegen die Gendersprache sprechen zahlreiche gewichtige Argumente
  • Die Gendersprache wird von der Mehrzahl der Bevölkerung abgelehnt
  • Es ist nicht die Aufgabe der Stadtverwaltung, beim Gendern Trends umzusetzen oder Vorreiter zu spielen

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger oder Bürger_innen oder gleich Bürger*innen? Was ist nun die korrekte Anrede? Das Thema Gendersprache beschäftigt nun wieder die Ingolstädter Stadtverwaltung. Denn die Stadtratsfraktion Die Grünen reichten einen Antrag zur Abstimmung über eine gendersensible Sprache in Ingolstadt ein, nach dem Vorbild moderner Stadtverwaltungen, wie München. „Die FREIEN WÄHLER haben sich dazu bereits seit Monaten klar positioniert“, sagt Hans Stachel, der Vorsitzende der Ingolstädter Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER. Bereits im August des vergangenen Jahres stellten die FREIEN WÄHLER den Antrag an die Stadtverwaltung, auf die Gendersprache gänzlich zu verzichten. „Nach unseren Vorstellungen sollen allein die geltende Rechtschreibung und Grammatik maßgebend sein“, sagt Stachel. Über den Antrag der FREIEN WÄHLER wurde seither noch nicht abgestimmt. Nun wird er aber endlich ein Thema im Stadtrat sein. „Durch den Antrag der Grünen rückt das Gendern erneut ins Bewusstsein“, sagt Stachel. „Es ist in der Tat ein Diskussionsthema. Es braucht Richtlinien für die interne und externe Kommunikation.“

Die FREIEN WÄHLER sagen klipp und klar: keine Gendersprache mit uns. Und dafür sprechen eine ganze Reihe guter Argumente. „Die ,Gendersprache‘  wird von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Es ist nicht Aufgabe der Stadtverwaltung, irgendwelche Trends umzusetzen oder gar Vorreiter sein zu wollen“, sagt Stachel. „Das, was wir durch die Grünen erleben, wäre eine Manipulation der Sprache von oben, also von der Politik.

Die Sprache gehört aber dem Volk. Und diese lehnt das Gendern mehrheitlich ab.“ Der Lesefluss sei durch die irritierende Schreibweise zudem massiv gestört. Auch beim Vorlesen werde geschlechtergerechte Sprache zum „Stolperstein“. „Wie spricht man, Bürger*innen‘ aus?“, fragt Stachel. „Da werden wir unsicher oder geraten ins Stottern. Dann schauen wir alle nur noch auf die Sprache und nicht mehr auf den Inhalt.“

Die Gendersprache sei eine falsche Entwicklung und hätte nichts mit modern oder tolerant zu tun. Stattdessen werde nach neutralen Wörtern gesucht, einem generischen Maskulinum, um das „Gendern“ zu umgehen. „Es braucht also eine andere, einfachere Lösung“, fordert Stachel. Und so lange diese nicht absehbar sei, wäre die Ingolstädter Stadtverwaltung gut darin beraten, es so zu belassen, wie es die derzeit gültige Rechtschreibung und Grammatik vorgibt.