21.01.2026
Neujahrsempfang der FREIEN WÄHLER Ingolstadt: Dialog, Verantwortung und klare Ziele

Mit ihrem ersten öffentlichen Neujahrsempfang seit Jahren haben die FREIEN WÄHLER Ingolstadt im Illuminatensaal ein klares Signal gesetzt: mehr Austausch in der Stadtgesellschaft – und eine Politik, die finanzielle Realität und Zukunftsgestaltung wieder zusammenbringt. Der Stadtratsvorsitzende der FREIEN WÄHLER Ingolstadt, Hans Stachel, warb in seiner Rede für Vernunft, Ehrlichkeit und solide Haushaltsführung. Impulse aus der Wirtschaft gab Gastredner Dr. Dietmar Voggenreiter, ein früherer Audi-Vorstand.

Öffnung nach außen – und ein Plädoyer für Begegnung

„Nur wenn wir uns treffen und miteinander reden, können neue Gedanken reifen und eine neue Dynamik entstehen“, sagte Hans Stachel zur Begrüßung. Der Neujahrsempfang sei bewusst als Ort der Begegnung gedacht – gerade nach Jahren, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt vielerorts auf die Probe gestellt wurde. 

Dass es in Ingolstadt weiterhin keinen offiziellen Neujahrsempfang der Stadt gibt, kritisierte Stachel deutlich. Die Abschaffung sei „eine vertane Chance“, die Stadtgesellschaft zusammenzubringen. An der Finanzierung dürfe es nicht scheitern.

Klare Worte zur Stadtpolitik – und zum Haushalt

Inhaltlich richtete Hans Stachel den Blick auf die finanzielle Lage Ingolstadts. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, „wo die Reise der Stadt hingeht, wenn es mit der Führung der Stadt nicht wirklich klappt“. Die FREIEN WÄHLER hätten mehrfach vor Risiken gewarnt – seien aber nicht ernst genommen worden. 

Lange habe das Geld Konflikte überdeckt: „Geld ist das Schmiermittel, das beruhigt, zufrieden, selbstgefällig und blind macht“, sagte Hans Stachel. Nun brauche es einen Kurswechsel – weg von kurzfristigen Wahlgeschenken, hin zu solider Finanzpolitik und verantwortlicher Prioritätensetzung. 

Wahlprogramm: pragmatisch, ehrlich, finanzierbar

Für die Kommunalwahl 2026 warb Hans Stachel um Vertrauen für „eine an den Realitäten orientierte Sachpolitik“ und „finanzielle Gesundung“. Ziel sei „ein solider Haushalt, der auch mittelfristig bestehen kann“. 

Zur politischen Ehrlichkeit gehöre auch, schwierige Entscheidungen offen zu benennen – etwa eine Grundsteuererhöhung. Man sage „vor der Wahl, was nach der Wahl“ auf die Bürger zukomme, erklärte Hans Stachel: Das habe „was mit Ehrlichkeit und Vertrauen zu tun“. 

In sieben Themenfeldern setzen die FREIEN WÄHLER unter anderem auf stärkere Wirtschaftsförderung, Entbürokratisierung und Ehrenamtsförderung, eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung, realistischen Klimaschutz sowie mehr Sicherheit und Krisenvorsorge. Besonders deutlich wurde Hans Stachel beim Thema Symbolpolitik: „Scheinerfolge wie die Lastenradförderung zu feiern … ist nicht genug, sondern falsch“, sagte er. 

Gastredner Voggenreiter: „Transformation ist schwierig“

Dr. Dietmar Voggenreiter sprach über die Zukunft Deutschlands als Autoland und machte deutlich, unter welchem Druck die Branche steht – vom schrumpfenden Markt über CO₂-Vorgaben bis zu internationalen Belastungen. Sein Fazit: „Transformation ist schwierig.“ Trotz aller Herausforderungen schloss er zuversichtlich: „Ich glaube einfach an die deutsche Ingenieurskunst.“ 

Fazit:
Der Abend zeigte: Die FREIEN WÄHLER Ingolstadt wollen 2026 mit einem Kurs der Mitte antreten – dialogorientiert, verantwortungsbewusst und mit dem Anspruch, die Stadt wieder finanziell handlungsfähig zu machen.