22.08.2023
FREIE WÄHLER setzen sich für neue Fußgänger- und Radbrücke über die Donau ein

Pressemitteilung der FREIEN WÄHLER, Stadtratsfraktion

  • Das Fahrrad boomt als umweltbewusstes Fortbewegungsmittel – eine Fußgänger- und Radbrücke über die Ingolstädter Donau würde diesem Trend unterstützen
  • Brücke hätte viele Vorteile für Infrastruktur, Tourismus und sogar für Ausbau des Fernwärmenetzes
  • Hans Stachel: Brücke wäre eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, im Zeichen des Umweltschutzes

Zur Corona-Krise erlebte das Fahrrad einen wahren Boom. Auch nach dem Ende der Pandemie ebbt dieser nicht ab. Viele Menschen nutzen das Rad nicht nur als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, sondern auch aus touristischen Aspekten. „Gerade deshalb kommt diesem Fortbewegungsmittel eine immer größere Bedeutung zu, dem wir in der Stadtentwicklung auch Rechnung tragen sollten“, sagt Hans Stachel, der Vorsitzende der Ingolstädter Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER. Deshalb setzen sich die FREIEN WÄHLER für eine Radwegverbindung des Nordostens mit dem IN-Campus in Form einer Fuß- und Radwegbrücke über die Donau ein.

Sein Parteikollege bei den FREIEN WÄHLERN, Raimund Reibenspieß, erinnert dabei an die 1960er-Jahre in Ingolstadt. „Als 1961 die Schillerbrücke geplant und 1964 fertiggestellt wurde, gab es kritische Stimmen, weil die Brücke so breit und zu weit östlich der Stadt gebaut wurde“, sagt der Stadtrat der FREIEN WÄHLER. „Heute zeigt es sich, dass die Planer mit der Größe und dem Standort der Brücke sehr weitsichtig agiert haben.“ Eine solche weitsichtige Planung könnten die Ingolstädter nun auch mit einer neuen Fuß- und Radwegbrücke über die Donau erzielen.

„Es gibt viele Vorteile, die man mit einer solchen Brücke erreichen kann“, sagt FW Stadtrat Klaus Böttcher „Die Stadt würde noch ein Stück mehr an die Donau heranwachsen. Auch die Stadtwerke würden profitieren. Ihre Sparten, beispielsweise die Fernwärme, könnten über diese Querung sinnvoll und auf kürzestem Weg über die Donau verlegt werden. Ein mögliches Bodenverdrängungsverfahren, ein Verfahren zur unterirdischen Verlegung von Rohren, ist mit hohen Kosten verbunden, die man mit dem Bau einer Rad- und Fußgängerbrücke verrechnen könnte. Langfristig könnten durch diese Maßnahme Co2 in sehr großen Mengen eingespart werden.“

Nachdem sich die Stadt im Bereich Tourismus neue Ziele gesetzt hat, wäre der Bau dieser Brücke zugleich eine Bereicherung für das Freizeitangebot. „Das Fahrradfahren wird immer beliebter und Fahrradtouristen könnten mit einer spektakulären Rad- und Fußgängerbrücke, die nicht in das FFH-Gebiet eingreift, angelockt werden“, sagt Raimund Reibenspieß und zieht einen praktischen Vergleich: „Ähnlich wie ein Baumwipfelpfad wäre diese Donauquerung ein Anziehungspunkt für alle, die gerne Fahrrad fahren.“

Wer dabei nur an die Kosten denken würde, berücksichtige nicht den zukünftigen ökologischen, den ökonomischen und den Freizeitwert des Projektes. Es wäre auch eine infrastrukturelle Aufwertung der Stadt. Ingolstadt hätte damit einen Rundweg an der Donau, von der Staustufe bis nach Mailing über den IN-Campus, der auch den Standort Audi mit dem IN-Campus verbinden würde. Auch für sportliche Großereignisse, wie dem Ingolstädter Triathlon, würden sich neue Möglichkeiten in Bezug auf die Streckenführung ergeben. „Im Grunde wäre der Neubau einer solchen Brücke für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation“, sagt Hans Stachel. „Dazu würden wir mit einer neuen Donaubrücke ein weiteres Statement als nachhaltige, zukunftsorientierte und umweltbewusste Stadt setzen.“