06.06.2024
„Es ist jetzt offensichtlich, dass OB Dr. Scharpf mit Stelle in München liebäugelt“

Pressemitteilung FREIE WÄHLER Stadtratsfraktion

 

  • Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf vermeidet in der vergangenen Stadtratssitzung weiter Stellung zu seiner beruflichen Zukunft zu nehmen
  • FREIE WÄHLER: Damit ist offensichtlich, dass er Interesse an der Stelle als Wirtschaftsreferent in München hat
  • Hans Stachel: „Das Verhalten ist ein Schlag ins Gesicht für Viele – und sorgt für eine schlechte Außenwirkung in der Stadt.“

Es bleibt alles offen: Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf hat in der vergangenen Stadtratssitzung eine klare Stellung zu seiner beruflichen Zukunft weiter vermieden. In einer dürren Erklärung sagte er lediglich, dass er sich zu Spekulationen in den Medien nicht äußern werde. „Für die FW-Stadtratsfraktion und mich ist damit offensichtlich, dass er mit der Stelle als Wirtschaftsreferent in München liebäugelt“, sagt Hans Stachel, Vorsitzender der Ingolstädter Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER. „Ansonsten hätte er spätestens bei dieser Stadtratssitzung ein Bekenntnis für Ingolstadt ablegen können.“ Das hatte OB Dr. Christian Scharpf allerdings vermieden – und damit die kursierenden Spekulationen weiter befeuert.

Auch sein Ablenkungsmanöver, dass andere Parteien für die anstehende Wahl noch keine Kandidaten ernannt hätten, sei völlig unschlüssig. „Es geht nicht darum, ob er 2026 nochmals für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert, sondern es geht ganz klar darum, ob er das in ihn gesetzte Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger für eine Amtszeit von sechs Jahren erfüllen möchte oder nicht“, sagt Hans Stachel.

„Ein vorzeitiger Weggang nach München – wegen eines attraktiven Jobangebotes – ist eine ganz andere Nummer.“ Das bereits jetzt offensichtlich gewordene Interesse an dieser Stelle – trotz des laufenden Mandats – sei ein Schlag ins Gesicht für die Ingolstädterinnen und Ingolstädter, die ihn gewählt hätten. Aber nicht nur für sie: „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihm in der Stadt vertrauensvollen zusammenarbeiten, dürften irritiert sein und natürlich hat die Hinhaltetaktik negative Auswirkungen auf die Ingolstädter SPD, die ihr sympathisches Gesicht vom letzten Wahlkampf damit jetzt schon verloren hat“, sagt der Vorsitzende der Ingolstädter Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER.

Im Mittelpunkt steht allerdings, welche Auswirkungen das Verhalten des Oberbürgermeisters für die Zukunft der Stadt selbst hat. „Die Außenwirkung ist miserabel. So ein Verhalten eines amtierenden Oberbürgermeisters kann man leicht so deuten: Ingolstadt ist so lange gut genug, bis es etwas Besseres gibt“, kritisiert Hans Stachel. Aber nicht nur das Image der Stadt erhalte Kratzer. Es bleibt auch die Frage, welche Folgen das Verhalten für das Tagesgeschäft und die anstehenden Aufgaben der Stadt selbst hätte. „Ist eine ernsthafte Arbeit in dieser Zeit noch möglich oder lähmt die unsichere berufliche Perspektive vielleicht sogar wichtige Entscheidungen?“, fragt sich Hans Stachel, der deshalb fordert: „Wir brauchen endlich Klarheit. Der Oberbürgermeister ist gefordert und muss sich über seine berufliche Zukunft jetzt äußern. Sein Verhalten schadet der Stadt, seiner Partei und enttäuscht die Einwohner, die Mitarbeitenden und seine engen Vertrauten.“